Sonntag, 14. Oktober 2012

Der lange Weg zur Heim-WM (3)

“Mental gut drauf”

von Frank Hattendorff

PROLOG
Während ich diese Zeilen schreibe, sind es noch ganze 10 Tage, dann stellen unsere Latein-Formationsteams A und B ihre Choreografien in einer Generalprobe vor! Wochenlanges Training liegen hinter den Teams! Nun wird es langsam wirklich ernst. Und ich denke, die Tänzerinnen und Tänzer brennen darauf die Ergebnisse der vergossenen Schweißperlen endlich einem Publikum zu präsentieren! Es ist nicht nur eine Vorbereitung des Körpers auf die nächsten Ereignisse DM und WM! Es ist auch eine Vorbereitung, die sich im Kopf abspielt!

"Ich war mental gut drauf!"
Das behauptete vor vielen Jahren Tennis-Superstar Boris Becker nach seinem Turniersieg in Wimbledon. Sich mit Hilfe von absoluter Konzentration und psychischer Stärke auf ein wichtiges Ereignis vorbereiten und das dann im Moment des Wettkampfes zielgerichtet abrufen! Geht das? Und wie sieht so etwas aus?

"There Is No Mystery Greater Than The Human Mind"
Fast alle Siege entstehen im Kopf! Das dürfte fast jedem inzwischen klar sein. Astronauten wurden schon zu Beginn der bemannten Raumfahrt auf fast alle möglichen Gefahrensituationen "mental" vorbereitet. Hochleistungssportler machen das eigentlich schon immer, aber so richtig wissenschaftlich unterstützt, erst seit wenigen Jahrzehnten.

"Mentales Kurven-Fahren"
Heute kann man schon im Fernsehen bei einer Live-Übertragung Sportler/-innen dabei beobachten, wie sie sich "mental" auf den kommenden Wettkampf-Durchgang vorbereiten. Ski-Slalomfahrer z. B. fahren vor ihrem Start mit geschlossenen Augen gedanklich die Strecke ab. Dabei bewegen sie sich, als wären sie wirklich auf der Piste. Rennfahrer der Formel 1 können im Kopf die gesamte Strecke abfahren und die Bremspunkte der schwierigen Kurven durchgehen.

"Carpenter-Effekt"
Während dieser "mentalen" Durchgänge kommt es durch die intensive Bewegungsvorstellung zu einer Erregung des Gehirns und damit zu Mikrokontraktionen der beteiligten Muskeln. Außerdem werden der Gasstoffwechsel, das Atemminutenvolumen, das Herzminutenvolumen und der Blutdruck erhöht. Man spricht hierbei vom "Carpenter-Effekt". Der Leistungszustand des Sportlers bestimmt jedoch die Qualität eines mentalen Trainings. Ein Anfänger erreicht nicht den gleichen Leistungszuwachs durch das mentale Training wie ein Leistungssportler, da bei ihm die Bewegungsmuster noch unzureichend sind!

Was hat das mit unseren Formationen zu tun?
Genug der Vorrede und der grauen Theorie. Ich stelle hier ein Video in den Blog, dass ich beim Video-Kanal namens "Lorenz Illing" gefunden habe.

Das Video heißt:
"Mentaler Durchgang - GGC A-Team DM 2008 - Siamo Noi Premiere":

Ich denke, der Titel reicht als Beschreibung vollkommen aus. Mein Vorschlag: Einfach anschauen, dann weiß man was mit "MENTALER DURCHGANG" gemeint ist. Und es erklärt das Thema fast besser, als der oben geschriebene Text! Viel Spaß dabei!

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